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Ein Knopf bleibt ein Knopf. Ein Radio behält seine Handgriffe. Das Digitale ist da, aber es benimmt sich.
Seit 2024 nimmt das Atelier in Prangins Telefone und Radios auseinander, um ihnen neue Kunststücke beizubringen. Jedes Stück hat dem nächsten etwas beigebracht. Das jüngste auf der Liste heisst Lucarne.
01 — Das Telefon
Ein Wählscheibentelefon wird zur Lampe. Dreht man die Wählscheibe, ändert sich das Licht. Die Geste ist geblieben, nur ihr Zweck hat sich geändert.
02 — Das Radio
Radios aus den 50er-Jahren, die die Musik von heute spielen. Das Originalgehäuse, die Originalknöpfe und dazwischen jede Menge Lötstellen.
Diese Stücke waren zum Verkauf gedacht. Dann kamen die Normen, die elektrische Sicherheit, die elektromagnetische Verträglichkeit und die Kosten einer Zertifizierung, die sich nicht verteilen lassen, wenn es ein Objekt nur ein einziges Mal gibt.
04 — Die Lucarne
Ein neues Objekt, rund um seine eigenen Bauteile entworfen, gedacht für die Kleinserie und für die Anforderungen eines Produkts, das verkauft wird. Das erste des Ateliers.
Ein Produkt, das verkauft wird, muss nachweisen, dass es nicht heisser wird als vorgesehen, das Radio der Nachbarn nicht stört und beim Einstecken niemanden überrascht. Das ist normal. Eigentlich sogar beruhigend.
Bei einem Radio aus den 50er-Jahren, das ein einziges Mal umgebaut wird, kostet dieser Nachweis weit mehr als das Radio selbst. Und für das nächste müsste er neu erbracht werden, denn es hat weder dasselbe Gehäuse noch dieselben Bauteile.
Also bleiben diese Stücke im Atelier, wo sie ihre Aufgabe bestens erfüllen: zeigen, was möglich ist und woher das Nächste kommt. Die Lucarne hingegen wurde von Anfang an mit Blick auf diese Anforderungen entwickelt.
Telefone, Radios, Lampen. Das sind keine ausverkauften Produkte, sondern die Experimente des Ateliers – und der Grund, warum es die Lucarne gibt.
RadiosSie stammen aus den 50er-Jahren und spielen die Musik von heute, im unveränderten Gehäuse.
TelefonlampenHörer abnehmen, Wählscheibe drehen: Das Licht verändert sich.
PrivatleitungenZwei Telefone, zwei Orte, eine vertraute Stimme.
SammlerstückeSeltene Stücke, unverändert belassen. Sie hatten nichts zu lernen.
Stücke, die schon weitergezogen sind → Wie ein Stück entsteht → Alle Stücke →
Eine visuelle Träumerei: der Geist des Ateliers, zwischen wiedergefundenen Frequenzen und Objekten, die zu neuem Leben erwachen.
«Der Sound ist cool, das hätte ich nicht erwartet!»